Kurzbeschreibung

Das Reallabor für rechtskonforme KI und Robotik – KIRR REAL ­– soll Unternehmen in Baden-Württemberg bei der Umsetzung des EU AI Acts und der EU-Maschinenverordnung unterstützen und Impulse für eine praxistaugliche Umsetzung und Weiterentwicklung der KI-Regulierung liefern.

Das Fraunhofer-Institut für Produktionstechnik und Automatisierung IPA führt hierzu im Rahmen des vom Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Tourismus Baden-Württemberg geförderten Projekts KIRR Real sog. »Legal Quick Checks« durch. Dabei handelt es sich um Analysen der Rechtskonformität von KI-Anwendungen bezüglich der KI-Verordnung der Europäischen Union (AI Act) und der ab 2027 geltenden Maschinen-Verordnung. Die Kombination aus Forschungsnähe des Fraunhofer IPA und rechtlicher Expertise soll zu neuen Erkenntnissen bezüglich des rechtskonformen Einsatzes solcher Systeme führen und Firmen wesentlich bei der Markteinführung neuer Technologien unterstützen.

Das Projektformat »Legal Quick Check« adressiert insbesondere Unternehmen, die KI bereits prototypisch umgesetzt haben und an einer qualifizierten Expertenmeinung interessiert sind, um die Rechtskonformität ihrer Innovationsvorhaben einzuschätzen und Potenziale für Compliance-Verbesserungen zu erkennen. Die Ergebnisse der Legal Quick Checks werden in anonymisierter Form veröffentlicht, damit die so gewonnenen Erkenntnisse auch für andere Anwendungsfälle in der Wirtschaft genutzt werden können.

Aktuelles

KIRR Real beim KI-Tag am Fraunhofer-Institutszentrum

Am 15. Mai 2025 präsentiert der KI-Tag am Fraunhofer-Institutszentrum in Stuttgart die Projekte KIRR Real und KI-Fortschrittszentrum, die Unternehmen bei der Umsetzung von Anwendungen mit Künstlicher Intelligenz (KI) unterstützen. Von 9 bis 16 Uhr werden Fragen rund um den Einsatz von KI im Produktionsumfeld sowie rechtliche Anforderungen durch den EU AI Act und die Maschinenverordnung beantwortet. Erste Ergebnisse der Legal Quick Checks werden vorgestellt und es gibt Informationen zur Teilnahmemöglichkeit für Unternehmen. Außerdem besteht die Möglichkeit, das KI-Fortschrittszentrum »Lernende Systeme und Kognitive Robotik« in geführten Gruppen zu besuchen und anhand von Beispielanwendungen live zu erleben, wie KI eingesetzt werden kann. 

Die Veranstaltung ist dank der Förderung durch das Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Tourismus für die Teilnehmenden kostenlos. Weitere Informationen und die Anmeldung zur Veranstaltung finden Sie auf der Veranstaltungswebsite. Wir freuen uns auf Ihre Teilnahme!

Zusätzliche Stichtage für Bewerbungen

 

 

Um den baden-württembergischen Firmen mehr Flexibilität bei der Einreichung ihrer Use Cases zu bieten und damit eine größere Vielfalt an Anwendungsfällen bearbeiten zu können, gibt es nun drei weitere Einreichtermine statt nur einem! Diese sind: 15. April, 30. Juni und 30. September 2025.

Das Bewerbungsformular können Sie hier herunterladen.

Auftaktveranstaltung am 10. Dezember 2024

Am 10. Dezember 2024 fand die offizielle Auftaktveranstaltung des Projekts in der ARENA2036 in Stuttgart statt. Im Rahmen der Veranstaltung hatten Unternehmen und Interessierte die Möglichkeit, mehr über das Projekt zu erfahren und Fachvorträge zu AI Act und Maschinenverordnung in der Praxis zu erleben. Zudem wurde erklärt, wie sich Firmen aus Baden-Württemberg ab sofort mit ihren KI-Innovationsvorhaben auf eines der geförderten Forschungsformate bewerben können. Die Bewerbungsfrist für eine geförderte Zusammenarbeit ist der 31. Januar 2025.

Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut, Ministerin für Wirtschaft, Arbeit und Tourismus, sagte zum Projektstart: »Künstliche Intelligenz (KI) ist für die Wettbewerbsfähigkeit unserer Industrie von großer Bedeutung. Die europäische KI-Regulierung darf nicht zum Bremsklotz für Innovationen bei KI und Robotern werden. Deshalb fördern wir das zukunftsweisende Konzept eines KI-Reallabors in Baden-Württemberg. Hier sollen neben technischen auch rechtliche Hürden für KI-Innovationen überwunden werden.»

Projektpartner

Fördergeber